Mosel Burgunder

Burgunder - Französische Reben an der Mosel

Auf den ersten Blick passen Burgunder und Mosel nicht so recht zusammen, schließlich handelt es sich doch um einen französischen Wein aus der Region Burgund, oder? Tatsächlich ist es so, dass nicht nur Weine, die aus dem französischen Burgund stammen, so genannt werden. Auch Weine, die aus den Burgunder-Rebsorten gewonnen werden, tragen diesen Namen.

ID 77126839 © Gordan Jankulov | Dreamstime.comDoch auch diese Sorten haben ihren Ursprung in Frankreich. In Deutschland wird der Burgunder in insgesamt 13 Weinanbaugebieten kultiviert. Natürlich auch an unserer schönen Mosel, die sich durch das milde Klima und die Steillagen der Reben hervorragend dafür eignet.

Der Burgunder hat an der Mosel eine lange Tradition

Schon im Mittelalter kultivierten französische Mönche die ersten Burgunderreben an der Mosel. Sie brachten das Wissen um den Weinanbau aus ihrer Heimat mit und entwickelten die Winzer Tradition weiter. Auf diese Weise entstanden schon früh qualitativ hochwertige Weine.

Zuvor hatten schon die Römer in unserer Region Wein angebaut und auch damit gehandelt und schon vor 2.000 Jahren genossen die Kelten an der Mosel Weine. Heute genießen die deutschen Burgunderweine internationales Ansehen und sind auf der ganzen Welt bekannt. Es heißt sogar, dass die deutschen Burgunder vielfältiger in Hinsicht auf die Rebsorten sind, als die ursprünglichen Weine aus dem französischen Burgund.

Die Burgunderfamilie

Zu der Familie der Burgunder Rebsorten zählen als Rotweine der Früh- und Spätburgunder und als Weißweine der Grau- sowie der Weißburgunder. Auch der Schwarzriesling (rot) und der Chardonnay (weiß) gehören zur Familie der Burgunderweine. Der teuerste Burgunder ist übrigens der Montrachet.

Die roten Burgunderweine eignen sich hervorragend zu kräftigen Speisen wie Wild oder Rindfleisch. Außerdem kann man aus den Weinen geschmackvolle Saucen zubereiten.

An der Mosel werden zwar auch Grau- und Frühburgunder angebaut, eine größere Bedeutung haben jedoch eher der Weiße Burgunder und der blaue Spätburgunder.

Der Weiße Burgunder

Dieser Weißwein wird häufig auch Weißburgunder und in der französischen Version auch Pinot Blanc genannt. Es handelt sich dabei um eine Mutation des grauen Burgunders. Besonders in den letzten Jahren erfreute sich dieser Wein wachsender Beliebtheit. Typisch für die Weißweine der Mosel hat der Weiße Burgunder einen relativ niedrigen Alkoholgehalt bei vollem Geschmack.

An der Obermosel im Dreiländereck wird er auf Muschelkalkböden angebaut. Diese entstanden vor über 200 Millionen Jahren aus dem sogenannten Pariser Becken. Dabei handelte es sich um ein Meer, was reich an Muschelkalk war. Diese kalkreichen Ablagerungen sind noch heute in den Böden an der Obermosel zu finden. Charakteristisch für die Reben sind rundlich-grüne Blätter und mittelgroße helle Trauben aus denen ein auffällig heller Wein gekeltert wird. Der Weiße Burgunder ist sowohl als leichter Sommerwein, als auch als gehaltvoller Wein zu haben und passt hervorragend zu Meeresfrüchten, der mediterranen Küche oder Spargel.

Der Blaue Spätburgunder

Bei dieser Weinsorte, auch Pinot Noir (in der französischen Variante) oder einfach nur Spätburgunder genannt, handelt es sich dagegen um einen Rotwein. Auf der ganzen Welt ist dieser Wein bekannt, die Reben gelten als besonders edel. Das Bouquet wird allgemein als komplex und fruchtig-elegant mit Spuren von Kirschen und Brombeeren bezeichnet. Der Wein passt hervorragend zu Wild oder Rindfleisch. Seit den 80er Jahren erlebt der Spätburgunder an der Mosel eine Art Renaissance und wird heute zum Teil sogar noch im Barrique gereift. Zuvor hatte man eher auf weiße Weine gesetzt, wobei das Moselgebiet ursprünglich traditionell ein Anbaugebiet von roten Weinen war. Ebenso wie der Weiße Burgunder wird der Blaue Spätburgunder sowohl auf den Schieferböden, als auch auf den Muschelkalkböden der Obermosel angebaut.

Die Blätter der Reben sind mittelgroß und dunkelgrün. Die rundlich-ovalen Trauben zeichnen sich durch die violette oder dunkelblaue Farbe aus. Da es sich beim Blauen Spätburgunder um eine besonders edle Rebsorte handelt, muss dem Wein sowohl vom Kellermeister, als auch vom Winzer eine besonders große Aufmerksamkeit gewidmet werden. Traditionell werden aus den Trauben des Blauen Spätburgunders meist trockene Weine gekeltert.

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