Burg Metternich

Burg Metternich

ID 44293073 © Vvoevale | Dreamstime.comBeilstein ist ein romantisches Weindorf, das den Beinamen „Dornröschen an der Mosel“ trägt. Über der Ortschaft thront auf einem 60 m hohen Bergsporn die Ruine der Burg Metternich.

Ganerbenburg des Winneburger Adelsgeschlechts

Die Burg Metternich wurde erstmalig im Jahr 1268 urkundlich erwähnt und gelangte knapp 100 Jahre später in den Besitz von Kuno und Gerlach von Winneburg. Den besonderen Besitzverhältnissen ist es zu verdanken, dass das Gemäuer zu einer riesigen Burganlage mit gewaltigen Ausmaßen ausgebaut wurde. Im 14. Jahrhundert hieß die Burg noch Burg Beilstein und war eine klassische Ganerbenburg. Diese Bezeichnung trugen Burgen, die von mehreren Familien bewohnt wurden. Jeder Zweig der Winneburger ließ eigene Wohngebäude innerhalb des Burgringes errichten, deren Ruinen noch heute den mittelalterlichen Glanz erahnen lassen. Das Adelsgeschlecht der Winneburger nutzte die Burg bis zu ihrem Aussterben im 17. Jahrhundert als Residenz.

Die Burg unter den Grafen von Metternich

Mit dem Aussterben des Adelsgeschlechts der Winneburger gelangten im Jahr 1637 die Herren von Metternich in den Besitz der Burg. Damals tobte der Dreißigjährige Krieg in Europa. Lange sollten die Grafen von Metternich sich nicht an ihrem Besitz erfreuen dürfen. Bereits im Jahr 1689 wurde Burg Metternich von französischen Truppen im Rahmen des Pfälzer Erbfolgekrieges geschleift und nicht wieder aufgebaut. Als letzter Besitzer der Burg aus dem Hause Metternich ist der österreichische Staatskanzler und spätere Fürst von Metternich registriert. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Rheinland von Frankreich besetzt und der letzte Besitzer wurde von den Besatzern kurzerhand enteignet. Mehrfach wechselten in den folgenden Jahrhunderten die Besitzer. Heute befindet sich die Anlage in Familienbesitz.

Mittelalterflair in alten Ruinen

Noch heute lässt sich erahnen, welche gewaltigen Ausmaße die Burg Metternich einst gehabt haben muss. Auf einer Fläche von 80 x 50 Metern reihen sich die Ruinen von Wohngebäuden, Torbögen, Rundtürmen und Gewölbekellern aneinander. Überragt werden die Mauerreste von einem fünfeckigen Bergfried mit einer Höhe von 25 m. Die Flanken des Felssporns fallen an drei Seiten steil ab. Die Verteidigungsanlagen wurden aus diesem Grund verstärkt an der angriffsgefährdeten Südseite errichtet. Der innere Burghof wird von den Ruinen mittelalterlicher Gebäude eingerahmt. Am südlichen Ende steht ein Portalbau, der von zwei Rundtürmen aus dem 14. Jahrhundert flankiert wird. Erhalten ist darüber hinaus eine Mauer mit Wehrgang, die zu einem tiefer gelegenen Wachturm verläuft. Mittelalterliches Flair strahlen auch die Rundbogentore aus, die den gepflasterten Hautzugangsweg überspannen.

Hotel und Gastronomie

Familie Herzer, die seit 1962 im Besitz der Burg Metternich ist, betreibt vor der mittelalterlichen Kulisse ein Hotel mit Gastronomiebetrieb. Das Hotel Burgfrieden wurde im Stil einer mittelalterlichen Burg errichtet und verfügt über komfortabel ausgestattete Gästezimmer. Im Restaurant „Fürst Metternich“ werden den Gästen regionale Spezialitäten serviert. Bei sonnigem Wetter lädt die große Panoramaterrasse zu einem Glas Mosel-Riesling ein. Von hier genießen Sie einen atemberaubenden Blick auf den Fluss und die angrenzenden Weinberge. Gäste des Hotels Burgfrieden haben kostenlosen Zugang zu dem Ruinen des mittelalterlichen Bauwerks.

Lage und Anfahrt

Burg Metternich erhebt sich am rechten Moselufer auf einem 60 m hohen Bergsporn. Cochem liegt rund sieben Kilometer Luftlinie in nordwestlicher Richtung, während der Weinort Zell an der Mosel rund zehn Kilometer südlich der Burg liegt. Bis nach Koblenz sind es ca. 50 km. Die Anfahrt von Koblenz erfolgt über die B49 bis Treis-Karden. Danach erfolgt die Überfahrt auf die L98 bis Beilstein. Dort folgen Sie der Beschilderung bis zur Burg.

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