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Moselländische Rezepte

Es gibt Gerichte, die schmecken am Urlaubsort einfach besser als in der heimischen Küche. Und doch hat jede Region auch Rezepte, die sich zu Hause leicht nachkochen lassen und Erinnerungen an den Urlaub wachrufen.

Möchten Sie das typische Essen aus der Mosel kochen, finden Sie nachfolgend einige typische Rezepte. Sie werden sehen, dass bei den meisten Wein als Zutat benötigt wird. Wie könnte es auch anders sein in einer Region, zu deren Haupteinnahmequellen die guten Tropfen gehören. Die Rezepte sind für jeweils vier Personen berechnet und könnensowohl im Ferienhaus an der Mosel sowie Zuhause zubereitet werden.

Winzerbrot – unglaublich gut!  

Brot backen liegt im Trend. Wer sich erst einmal mit dem Grundrezept vertraut gemacht hat, wagt sich gerne auch an ausgefallenere Rezepte. Und so eines haben wir hier für Moselfans. Backen Sie ein Winzerbrot, sie werden begeistert sein!  

Zutaten:  

  • je 250 g Weizen- und Roggenmehl
  • 80 g Schweineschmalz
  • ca. 100 ml Wasser
  • 100 ml trockener Riesling
  • 2 EL frische Weinblätter
  • 1 Stange Lauch
  • 70 g Sauerteigansatz
  • je 1 TL Salz und brauner Zucker
  • 3 EL Walnusskerne
  • evtl. Hefe
  •  

Zubereitung:  

Roggenmehl mit dem Sauerteigansatz mischen und über Nacht reifen lassen. Am nächsten Tag Lauch und Weinblätter klein hacken, Wallnüsse grob hacken. 50 ml Wein mit dem Weizenmehl, Salz und Zucker vermischen und den Sauerteig sowie Weinblätter, Lauch und Walnüsse darunter kneten. Den Teil zuerst ca. zwei Minuten langsam kneten, dann für rund 10 Minuten kräftig kneten. Nach und nach den restlichen Wein und/ oder Wasser untermischen. Den Teig in einer Schüssel mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass der Sauerteigansatz nicht ausreicht, können Sie etwas Hefe unter den Teig kneten.

Kneten Sie den aufgegangene Teig nochmals kurz durch und formen Sie ein Brot oder geben Sie es in eine Form und ritzen Sie es nach Belieben ein. Nochmals eine Stunde ruhen lassen. Den Backofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze ausreichend lange vorheizen. Den geformten Brotlaib auf ein Backbleck oder die Form auf ein Gitter stellen und in den Ofen schieben. Geben Sie ein kleine feuerfeste Form mit Wasser mit in den Backofen. Mit Dampf gebacken, wird das Brot knuspriger. Nach ca. 10 Minuten nehmen Sie die Form heraus und lasen die Dampfschwaden entweichen. Temperatur auf 220 Grad reduzieren und Brot fertigbacken. 5 Minuten bevor Sie den Ofen abstellen, die Backofentüre einen Spalt öffnen, so gibt es eine knusprige Kruste. Brot auf einem Gitter abkühlen lassen und eventuell für die Optik mit etwas Mehl bestäuben.  

Der Zwiebelkuchen – der perfekte Begleiter zu einem Glas Wein  

Der Zwiebelkuchen stammt ursprünglich wahrscheinlich aus dem Elsass, wo er vor allem im Herbst gerne serviert wird. In der Mosel genießt man ihn das ganze Jahr über. Der herzhafte Kuchen ist der perfekte Begleiter zu einem guten Tropfen, zum Beispiel zu einem trockenen Riesling.

Zutaten:

  • 1/8 l Milch oder Wasser
  • 4 EL Öl
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 375 g Mehl
  • 30 g Hefe
  • 1.5 kg Zwiebeln
  • 2 EL Butter
  • 300 g durchwachsener Speck
  • Salz, Pfeffer, Kümmel, Paprikapulver
  • 6 Eier
  • 2 Becher saure Sahne

Zubereitung:

Das Wasser oder die Milch in eine Schüssel geben. Salz, Öl und Zucker zufügen. Mehl hineingeben und die Hefe gebröselt darüber verteilen. Alles wird zu einem geschmeidigen Teig verknetet und an einem warmen Ort etwa für 15 Minuten gehen gelassen. Für den Belag die Zwiebel in sehr feine Scheiben schneiden. Den gewürfelten Speck auslassen und dann mit den Zwiebelscheiben glasig andünsten. Eventuell etwas Butter dazugeben. Gewürze untermischen und alles abkühlen lassen. Die Eier, die mit saurer Sahne verrührt wurden, unter die abgekühlte Masse rühren. Den ausgerollten Hefeteig auf ein gefettetes Backblech legen. Den Teig noch einmal für 15 Minuten gehen lassen und dann die Zwiebelmasse darauf verteilen. Im Ofen wird der Zwiebelkuchen bei 200 Grad für etwa 35 - 40 Minuten gebacken.

Video: Zwiebelkuchen selber machen

Moselzander mit Spargel  

Beim Zander handelt es sich um den größten Fisch, der im Süßwasser in Europa lebt. Für Angel ist es immer ein Highlight, wenn ein Tier der Familie der Barsche ins Netz, oder besser gesagt, an den Haken, geht. In der Mosel leben relativ viele Zander, die sogenannten Moselzander. Im Frühling kommen sie mit Spargel auf den Tisch, ein wahrer Genuss für Fischliebhaber! Die Zubereitung ist einfach, das Ergebnis großartig! Trinken Sie zu Moselzander mit Spargel einen feinen Riesling.

Zutaten:

  • 2 kg weißer Spargel
  • 1 gestrichener EL Zucker
  • 600 g Zanderfilet
  • 1 EL Butter zum Braten
  • 200 g zerlassene Butter
  • 1 Schuss Riesling
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den gewaschenen und geschälten Spargel in einen Topf mit kaltem Wasser und Zucker geben. Leicht kochen lassen, bis das Gemüse bissfest ist. Währenddessen schneiden Sie die Zanderfilets in Stücke. Die Butter in der Pfanne zergehen lassen und die Filetstücke darin in ca. 5 bis 7 Minuten braten, dabei einmal wenden. Mit einem Schuss Riesling ablöschen, salzen und pfeffern. Richten Sie den Spargel mit dem Zanderfilet auf vorgewärmten Tellern an und reichen Sie zerlassene Butter dazu.

Krumpernschnieden – Kartoffelpuffer aus der Mosel  

Kartoffelpuffer kennt man in vielen Ländern und Regionen unter den unterschiedlichsten Bezeichnungen. Während die einen das Gericht mit Zucker und Apfelmuss servieren, mischen die anderen geriebenen Käse oder Gemüse darunter. Unkompliziert zubereitet macht das Rezept auch Kochanfängern keine Mühe. Und das Beste: Sie schmecken Groß und Klein gleichermaßen. In der Mosel-Region heißen die Kartoffelpuffer Krumpernschnieden und das Rezept finden Sie hier:

Zutaten  

  • etwa 12 mittelgroße Kartoffeln
  • 3 dicke Zwiebeln
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 Lauch
  • 2 Eier
  • 50 g Mehl
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Rapsöl

Zubereitung:

Die Kartoffeln mit einem Reibeisen oder mit der Küchenmaschine grob raffeln. Die Zwiebeln in sehr kleine Würfel schneiden, den Schnittlauch in kleine Röllchen und die Petersilie fein hacken. Den Lauch in der Mitte einmal durchschneiden und dünne Scheibchen schneiden. Alles in einer Schüssel miteinander mischen und nach Geschmack herzhaft würzen. Die Eier und das Mehl unterrühren. Eine Pfanne gut fetten und erhitzen. Mit einer kleinen Schöpfkelle den Teig portionsweise in die Pfanne geben, flach drücken und von beiden Seiten knusprig braten. Die Schnieden sind sehr schnell fertig, die Bratzeit beträgt ca. drei bis vier Minuten. Wenn Sie größere Mengen zubereiten, heizen Sie am besten den Backofen auf ca. 100 Grad und legen auf einem Teller die fertigen Schnieden darauf. Serviert werden Sie warm und in der Mosel traditionell mit einem selbst gemachten Apfelkompott.

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